Sinharaja Forest – Sri Lankas Regenwald

Der Sinharaja Regenwald ist über 11100 ha groß und liegt in den Bezirken Ratnapura, Galle und Matara. Sri Lankas letztes großes Stück zusammenhängender Regenwald steht seit 1989 unter Naturschutz. Weltweit ist dieser Regenwald für seine enorme Artenvielfalt sowie die recht hohe Zahl von Arten die ausschließlich dort in freier Natur vorkommen, bekannt. Acht von 12 in Sri Lanka heimischen Säugetieren, 18 von 20 heimischen Vogelarten, 21 von 72 heimischen Reptilien, drei von 16 heimischen Fischarten und 10 von 19 heimischen Amphibienarten befinden sich im Sinharaja Regenwald. Der beste Ausgangspunkt für Wanderungen durch die grüne Oase ist Ratnapura, von wo aus Fahrten und geführte Wanderungen angeboten werden. Allerdings kommen nur wenige Besucher in das Schutzgebiet und diese sind zumeist echte Naturliebhaber oder Vogelbeobachter, die gern die seltenen gefiederten Waldbewohner sehen möchten. Im Regenwald darf man nicht allein spazieren gehen, sondern immer nur in Begleitung eines Guides. Es stehen drei Hauptwege zur Verfügung, deren Länge zwischen vier und 14 Kilometer liegt. Kleine Rundwege zweigen von ihnen ab. Innerhalb des Schutzgebiets befinden sich zwei kleine Dörfer, in denen etwa 50 Familien leben. Dennoch begegnet man im Wald meist keinem einzigen anderen Menschen mit Ausnahme der wenigen anderen Besucher. Beeindruckend sind die vielen Vogelarten und Schmetterlinge, die in dem tropischen Wald beobachtet werden können. Es leben immens viele Tiere im Sinharaja Forest, allerdings führen viele von ihnen ein Leben im Verborgenen oder wagen sich nur nachts aus ihren Verstecken. Es ist deshalb nicht leicht, im grünen Dickicht Tiere aufzuspüren. Weil etliche der heimischen Vögel geschwätzig sind und in kleinen Schwärmen auftreten, kann man sie vergleichsweise problemlos finden. Andere Tiere sind wiederum so klein, dass man genau hinschauen muss, um sie wahrzunehmen.
Das Nebeneinander völlig unterschiedlicher Pflanzengattungen wie Palmen oder Nadelbäume ist in sinharajamanchen Teilen des Waldes besonders stark ausgeprägt, in anderen weniger. Unter dem Kronendach befinden sich einige weitere Bäume, die eine geringere Wuchshöhe aufweisen und an vielen Stellen gibt es Büsche und Sträucher, die eine weitere Pflanzenetage darstellen. Den Boden bedecken Farne und andere kleinwüchsige Pflanzen. Auf den Baumstämmen wuchert das Grün ebenfalls: Dort sind Flechten, Moose und Epiphyten, wie Farne und Orchideen anzutreffen. Mindestens ebenso beeindruckend wie die Urwaldriesen und die vielen anderen grünen Pflanzen sind die niedrigeren Gewächse, die durch leuchtend bunt gefärbte Blätter oder Blüten um Aufmerksamkeit buhlen. Bemerkenswert sind zudem die zahlreichen Lianen, die in unterschiedlicher Dicke zu finden sind. Außerdem haben mich die unzähligen Wasserfälle und -läufe begeistert, die das Waldgebiet durchziehen. Das Rauschen des Wassers und das Zirpen der Zikaden sind mancherorts so laut, dass man das Gezwitscher der Vögel kaum hören kann.

 

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Sinharaja Forest

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