Kolonialzeit Sri Lankas

Erleben Sie verschiedene Länder an einem einzigen Tag, ohne die Küste Sri Lankas zu verlassen. Wie ist dies möglich? Es existieren sehr viele Überbleibsel aus der Kolonialzeit auf der Insel. Genießen Sie zum Beispiel nach Ihrem Spaziergang durch einen Rosengarten einen englischen Tee mit frischen Gebäck und Marmelade. Oder spielen Sie eine Runde Kricket. Oder mögen Sie antikes Porzellan oder hängende holländische Öllampen? Sie können auch durch die Ruinen einer alten portugiesischen Befestigungsanlage wandern, in der Hoffnung, einige verloren gegangene Münzen zwischen den Steinplatten zu finden.

Angezogen durch die Gewürzpflanzen und die Juwelen auf der Insel erreichten die ersten Europäer im 16ten Jahrhundert Sri Lanka. Erst eroberte Portugal 1518 die Küstenregionen der Insel. Sie errichteten eine Vielzahl von Handelsniederlassungen und bauten Festungen, um ihre Häfen zu schützen. Sie brachten auch einige singhalesische Aristokraten dazu zum katholischen Glauben zu konvertieren. Einige wenige Spuren der Befestigungsanlagen überdauerten die Zeit und wurden später von den Holländern in deren Festungen integriert. Die Holländer konnten im Jahre 1658 die restlichen portugiesischen Teile übernehmen. Nichts desto trotz bleibt der katholische Glaube sehr einflussreich in Sri Lanka und eine gewisse Zahl an portugiesischen Wörter wurde in die Sprache  übernommen. Auch heute noch werden unter den Singhalesen portugiesische Namen verwendet wie zum Beispiel Silva, Fernando oder Pereira.
Mitte des 17ten Jahrhunderts bekamen die Holländer das Monopol des Gewürzhandels, im Gegenzug für die Vertreibung der Portugiesen, zugesprochen. Zu dem Zeitpunkt benannten sie die Insel um in „Zeilan“. Heute können 300 Jahre alte Erinnerungsstücke entlang der Küste besichtigt werden. Zum Beispiel in Kirchen und Häusern des Galle Fort, welches von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Galle Fort ist komplett von Mauern und Wällen eingeschlossen.

Im Jahre 1780 wurde die Residenz des holländischen Gouverneurs errichtet. Es ist eine beeindruckende, weißgewaschene Villa mit Terrakotta bedecktem Dach. Die Villa wird von acht massiven, unverzierten Säulen gehalten. Heute befindet sich darin das Dutch Period Museum. Auch haben die Holländern eine Vielzahl von Möbel und Haushaltswaren hinterlassen, welche darauf warten entdeckt zu werden, wie zum Beispiel Porzellangeschirr, Essbesteck, Glaswaren, hängende Glasöllampen, Kronleuchter, Steinzeug-Wasserfilter und vieles mehr.

Ende des 18ten Jahrhunderts eroberten die Briten die Küstenhäfen und benannten die Insel in „Ceylon“ um. Die Briten haben buchstäblich das Gesicht einiger Teile der Insel verändert, indem sie Teepflanzen in großen Mengen in den 70er Jahren des 18ten Jahrhunderts eingeführt und angebaut haben. Die Gewächse gediehen so ausgezeichnet, dass der Tee schließlich zum besten der Welt wurde. Die damaligen Bungalows für die Teeplantagen-Leiter werden heute als Gasthäuser und Boutique Hotels genutzt.

 

Die Briten errichteten Urlaubsorte in den Bergen, wie zum Beispiel Nuwara Eliya und statteten sie komplett mit Englischen Gärten, Rennbahnen und Golfanlagen aus. Sie ermöglichten auch den Anbau von Erdbeeren und führten Forellen für den Anglersport ein. Außerdem sind die Briten verantwortlich für den Bahnbetrieb auf Sri Lanka. Auch heute fahren noch tausende Menschen mit dem Zug. Und nicht zu vergessen, Kricket – eine noch heute verzehrende Leidenschaft unter den Einwohnern Sri Lankas. Kricket ist wohl eine der beständigsten und am meisten in Ehren gehaltene Hinterlassenschaft aus der Kolonialzeit.

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